Wing Chun  
 
 
Wing Chun ist einer der am Meisten verbreiteten Kung Fu Stile auf der ganzen Welt. Das System wurde der Geschichte nach, von der Nonne NgMui entwickelt. Diese setzte vor allem Fingerstiche ein um sich gegen die kräftigeren Mönche zu wehren. NgMui nahm ein kleines Mädchen namens Wing Chun bei sich auf und lehrte ihr diesen neuen Stil. Daraus folgt der Name Wing Chun für diesen Kung Fu Stil.

Wing Chun basiert auf 3 Formen:

  • Siu Lim Tao („kleine Idee“)
    Im Siu Lim Tao werden die Grundelemente der Selbstverteidigung wie verschiedene Hand- und Würgebefreiungen, Abwehr mit gleichzeitigem Konter sowie das Prinzip der Zentrallinie erlernt.


  • Chum Kiu („Brückenhand“)
    Im Chum Kiu kommen nebst den Hand- auch Ellbogentechniken kombiniert mit Schritten hinzu. Dazu kommen auch die ersten Fusstritte, welche im ganzen Wing Chung nie höher als die Gürtellinie ausgetragen werden.


  • Bju Tsi („Durchdringende Finger“)
    Im Bju Tsi kommen vor allem Fingerstiche und Ellenbogentechniken zum Einsatz.


Am Anfang erlernt der Schüler nebst dem Siu Lim Tao noch das Wenden und das „Chi Tan Sao“. Das Wenden ist wichtig um seine Zentrallinie vor dem Gegner zu verdecken, damit dieser die gefährlichen Punkte am Körper nicht erreichen kann. Das Chi Tan Sao ist die erste Gefühlschulung, hier wird nur mit einem Arm gearbeitet und mittels langsamen und schnellen, feinen und harten Drücken das Gefühl geschult. Auf der Stufe des Chum Kiu erlernt der Schüler Ellbogentechniken und Fusstritte. Das neu erlernte und der Stoff aus der ersten Form werden vertieft. Mittels dem Chi Sao („klebende Hände"), welches mit verschiedenen Zyklen trainiert wird, wird das Gefühl des Schülers weiter sensibilisiert. Am Ende der 2. Form und in der 3. Form wird mit den Beinen was ähnliches wie das Chi Sao trainiert, dieses nennt man Chi Görk. In der dritten Form wird wiederum das erlernte aus der 2. Form vertieft und Fingerstiche wie weitere Ellbogentechniken integriert. Nach dem Abschluss der 3. Form, folgt die Holzpuppenform, sowie die 2 Waffenformen Long Pool („Langstock“) und Pa Tscham Dao („Schmetterlingsmesser“).

Wing Chun basiert darauf, dass nie Kraft gegen Kraft eingesetzt wird. Durch das Wenden und das Shiften der Zentrallinie kann die Kraft des Gegners optimal auf die eigene übertragen werden. Aus diesem Grund ist Wing Chun sehr gut geeignet für Frauen, die Selbstverteidigung erlernen wollen.


Die Wendung im Wing Chun, man sieht wie die Zentralline des Körpers verschoben wird.


Die Gefühlsschulung im Siu Lim Tao.


Die Gefühlsschulung im Chum Kiu.
 
 
 
 
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