|
|
|
|
 |
| |
|
|
|
|
Tai Chi und Qi Gong sind ruhige innere Stile und dienen der Gesundheit. Die Übungen dieser zwei Stile, regen den Stoffwechsel an, beeinflussen den Blutdruck positiv, lösen Verspannungen und versorgen die Organe mit frischer Energie. Durch das regelmässige praktizieren von Tai Chi und/oder Qi Gong stellen sich positive Einflüsse auf das Nerven-, Atmungs-, Kreislauf- und Verdauungssystem, sowie auf den Bewegungsapparat ein.
Tai Chi
Die Geschichte von Tai Chi lässt sich tief in die chinesische Geschichte zurückverfolgen. Den Ursprung findet dieser Stil in der Yuan-Dynastie (1279-1368 n. Chr.). Der Begriff Tai Chi stammt aus dem Taoismus und bezieht sich auf die Einheit und Relation von Yin & Yang, den taoistischen Grundprinzipien des Universums.
Die Techniken einzelner Figuren in einer Form im Tai Chi, können mit Einsatz von Power durchaus auch zur Selbstverteidigung genutzt werden. Aufgrund dieser Tatsache ist es so, dass man durch das Training von Tai Chi, sein können im Kung Fu verfeinern und vervielfältigen kann. Je besser man die Formen des Tai Chi beherrscht desto mehr stellt man Veränderungen in den Kung Fu Techniken fest.
Im Tai Chi, bewegt man sich im Raum mittels sanften und harmonischen Bewegungen. Ein Hauptmerkmal des Tai Chi ist es, dass meist die Arme und die Beine gleichzeitig bewegt werden. Dies stellt auch eine gewisse Schwierigkeit für die Anfänger dar. Ansonsten ist Tai Chi einfach zu erlernen.
Die Formen
Tai Chi Formen gab und gibt es unzählige. Viele dieser Formen sind ausgestorben, da das Wissen in der Familie blieb und nicht nach aussen Vorgedrungen ist. Auch heute noch gibt es Formen, die in Familien geheim gehalten werden. Nebst dem gibt es Figuren in manchen Formen, welche dem Übenden schaden zufügen, wenn dieser falsch trainiert. Aufgrund dieser Begebenheiten machte sich in China ein Komitee (genau) daran, alle Tai Chi Meister zusammen zurufen und aus verschiedenen Formen eine zu machen. Dabei wurde ausgependelt und gemessen, welche Figuren einer Form am meisten der Gesundheit zu nutzen sind und keinen schaden hinterlassen können. Entstanden sind dann die 24er-, die 42er- und die 42er-Schwert-Form.
24er Form
Wie es der Titel aussagt, hat die 24er Form 24 Figuren. In der ganzen Form wird geradlinig gegangen (hoch, runter, hoch und wieder runter), so dass man am Ende an der selben Stelle fertig ist wie man begonnen hat. Diese Form dauert 4 min. +- 10/15 s.
Die 24er Form ist die Grundlegende und ohne Sie sollte man nicht weiter zur 42er Form gehen. Gesundheitlich und energetisch bringt die 24er Form genau soviel nutzen, wie die 42er- oder die 42er-Schwert-Form.

Die Nadel vom Meeresgrund holen (Aus der 24er Form)
42er Form (Standardisierte Wettkampf Form)
Die 42er Form, ist die standardisierte Wettkampf-Form. Sie ist ein Bestandteil des Wushu. Wie der Name es schon sagt, besteht diese Form aus 42 Figuren. Das ganze dauert 6min. und hat auch eine Toleranz von +/- 10-15s. Die 42er Form enthält viele Figuren die bereits in der 24er Form vorkommen. Diese Form ist sozusagen verspielter, denn das Laufmuster ist nicht mehr geradlinig, sondern eher schlangenförmig.
42er Schwert-Form
Diese Form wird mit einem Schwert durchgeführt. Das Schwert ist ungeschliffen, leicht und in der Klinge beweglich. Vom aussehen hat diese Form nicht viel mit der 42er zu tun, es kommen hier andere Figuren vor. Die 42er Schwert-Form dauert 4.5 min. mit der selben Toleranz von +/- 10-15s., wie es bei den anderen zwei Formen der Fall ist.
Qi Gong
Auch im Qi Gong gibt es etliche Formen. Nebst den harmlosen Formen, welche sich lediglich positiv auf die Gesundheit auswirken, gibt auch solche die beim falschen ausführen gefährlich werden können. Die verschiedenen Übungen im Qi Gong, werden meist an Ort und Stelle ausgeübt. Jede einzelne Form im Qi Gong ist relativ einfach zu erlernen und kann wie das Tai Chi von jedermann Ausgeübt werden. Eine Form regt den Blutkreislauf an die andere wirkt entschlackend. Es gibt solche Formen, die lösen Emotionen aus, sie holen längst vergessene Probleme und Ängste hervor, so dass diese aus dem Körper verschwinden können.
Im Tai Chi kann man am Anfang die Energie kaum spüren, da man zu sehr damit beschäftigt ist, die Bewegungsabläufe richtig zu machen. Erst mit der Zeit kann man die Energie, während des Tai Chi regelrecht fühlen.
Im Qi Gong fühlt man diese Energie schneller, da die einzelnen Übungen einfacher aufgebaut sind. Fühlt man die Energie kann man mit ihr arbeiten, indem man die Handstellungen, die Fingerstellungen etc. verändert und fühlt wo die Energieeinwirkung am stärksten ist.
Position in der Qi Gong Form 5 Animals (Bär).
Aufgrund des grossen Zusammenhangs von Tai Chi und Qi Gong, trifft man häufig auf Angebote die beides zusammen beinhalten. Auch die Meditation ist vielfach ein Teil solcher Angebote und solte nicht vernachlässigt werden.
|
|
|
|
|
|
|
|
 |
| |
|
|